Heute gibt es auf unserem Blog einen ganz persönlichen Gastbeitrag von Stefanie Haefner. Stefanie lebt mit sechs Katzen und zwei Hunden zusammen – und alle sechs Katzen stammen aus unserer Wild Kraft’s Familie. Wie ihr Alltag mit dieser kleinen, haarigen Wohngemeinschaft aussieht, erzählt sie heute selbst. ❤️
Gastbeitrag von Stefanie Haefner
Manche Menschen haben ein ruhiges, entspanntes Zuhause.
Ich habe sechs Katzen (und zwei Hunde).
Fünf davon sind Maine Coons – also ungefähr die Kombination aus Katze, Löwe und haarigem Sofakissen. Dazu kommt eine Sphynx-Maine-Coon-Mix, die offensichtlich beschlossen hat, sämtliche Regeln der Katzenwelt neu zu schreiben.
Mein Tag beginnt morgens nicht mit einem Katzen/Hunde Wecker.
Mein Tag beginnt mit 12 Paar Augen, die mich anstarren, plus fiepsen der Hunde….
„Aufstehen.“
Ich drehe mich um.
„Nein.“
Stille.
Dann höre ich dieses Geräusch.
Plopp.
Eine Katze springt aufs Bett.
Plopp.
Die zweite.
PLONK.
Die dritte – vermutlich weil Maine Coons beim Springen grundsätzlich keine Rücksicht auf die Statik des Bettes nehmen.
Spätestens wenn die sechste Katze auf meiner Brust sitzt und mich mit dem Gesichtsausdruck eines enttäuschten Restaurantkritikers anschaut, weiß ich:
Frühstückszeit.
Und zwar nicht für mich.
Für sie!
Natürlich könnte man jetzt denken, sechs Katzen würden sich gegenseitig beschäftigen.
Falsch.
Sechs Katzen (und die Wuffis) beschäftigen mich.
Ich fülle zwei Näpfe für die Wuffis und einen RIESEN TELLER für die Katzen.
Alle Katzen: „MIAU!“
Und dann kommt das Thema Haare….
Überall.
Auf dem Sofa.
Auf dem Boden.
Auf meiner Kleidung.
Im Bett.
In der Waschmaschine.
In meinem Essen.
Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mehr Katzenhaare besitze als Kleidung.
Ich sauge, plus der Putzroboter ist im Dauereinsatz.
Die Katzen beobachten mich.
Ich wische und der Putzroboter folgt mir.
Sie laufen über den frisch gewischten Boden.
Ich sauge, putze wieder.
Sie schauen mich an.
„Was machst du da eigentlich?“
Manchmal frage ich mich, ob sie glauben, ich sei ihr persönliches Hauspersonal.
Dann erinnere ich mich:
Ich bin ihr persönliches Hauspersonal.
Auch beim Schlafen gibt es klare Regeln.
Ich darf im Bett liegen.
Sie dürfen ebenfalls im Bett liegen.
Allerdings gilt:
- Eine Katze auf dem Kopfkissen.
- Eine auf meinen Beinen.
- Eine quer über meinen Bauch.
- Eine direkt neben meinem Gesicht.
- Eine irgendwo unter der Decke.
- Und die Sphynx-Mix natürlich genau dort, wo es am wärmsten ist.
Nur die Wuffis liegen brav im Körbchen neben dem Bett.
Bewegen?
Unmöglich.
Ich liege nachts teilweise wie eingefroren da und denke:
„Wenn ich jetzt aufstehe, muss ich wahrscheinlich eine diplomatische Krise auslösen.“ Und „hoffentlich muss ich nicht auf’s Klo“
Besonders lustig wird es, wenn Besuch kommt.
„Oh, wie süß!“
Ja.
Warte ab.
Fünf Minuten später sitzt ein Maine Coon auf dem Tisch, einer untersucht die Tasche des Besuchers, einer klaut beinahe das Essen und die Sphynx-Mix liegt mitten im Raum und tut so, als wäre sie der Gastgeber.
Meine Besucher gehen danach meistens mit Katzenhaaren nach Hause.
Ich habe immer Fusselrollen als Gastgebergeschenk parat.
Und ich?
Ich sitze irgendwann abends auf dem Sofa.
Sechs Katzen um mich herum, plus die zwei Wuffis.
Eine schnurrt.
Eine schläft.
Eine putzt sich.
Eine starrt mich an.
Eine liegt halb auf mir.
Und die Sphynx-Maine-Coon-Mix klebt irgendwo an mir, weil offensichtlich menschliche Körpertemperatur eine völlig legitime Heizquelle ist.
Ich schaue mich um und denke:
„Eigentlich ist das komplett verrückt.“
Dann schnurrt eine.
Ich muss lächeln.
Denn trotz Haaren, Chaos, Katzenstreu, nächtlichen Wettrennen durch die Wohnung, Futterdiskussionen und dem täglichen Kampf um meinen Schlafplatz gibt es etwas, das ich niemals missen möchte:
Mein Leben mit sechs Katzen und meinen zwei Wuffis.
Es ist laut.
Es ist chaotisch.
Es ist manchmal völlig bekloppt.
Aber vor allem ist es voller Liebe.
Und wenn mich jemand fragt:
„Warum hast du eigentlich sechs Katzen?“
Dann sage ich:
„Keine Ahnung.“
Denn bei der ersten Katze dachte ich noch:
Eine Katze reicht.
Bei der zweiten:
Zwei sind auch okay.
Bei der dritten:
Jetzt ist aber wirklich Schluss.
Seit der sechsten weiß ich inzwischen:
Ich habe keine Katzen und Hunde.
Ich habe eine kleine, haarige Wohngemeinschaft, in der ich zufällig die Miete bezahle. 😂🐾
Stefanie Haefner
Kommentar hinzufügen
Kommentare